Gesamtschule Wermelskirchen

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Schulpflegschaft

Arbeiten aus dem Deutschunterricht

In der letzten Klassenarbeit im Jahrgang 7 verfasst die Schülerin Sophie aus der 7D diesen inneren Monolog zu einer Szene aus Judith Kerrs „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Der Text thematisiert Angst, Verlust und den Wunsch nach Sicherheit und Zugehörigkeit. Der Perspektivwechsel macht den inneren Monolog zu einer spannenden Übung: Die Erzählung gelingt hier besonders gut durch die gefühlvolle Sicht der 10-jährigen Anna – eine Perspektive, die verständlicherweise herausfordernd, aber überzeugend gestaltet ist. Super gemacht, liebe Sophie!

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Im Deutschunterricht des Jahrgangs 5 drehte sich alles um das Thema Märchen.

Die Schülerinnen und Schüler konnten ihrer Fantasie freien Lauf lassen und bekannte Geschichten an einer entscheidenden Stelle weiterschreiben.

So auch beim Märchen „Das Erdbeerpflücken“: Zwei Kinder verlieren im Wald ihre Erdbeerkörbchen, der Junge bleibt allein zurück – und entdeckt im Mondlicht etwas Geheimnisvolles, das die Geschichte in eine ganz neue Richtung lenkt.

Aus diesem Moment heraus sind ganz unterschiedliche Fortsetzungen entstanden. Eine davon stammt von Ellen aus der Klasse 5c.

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Es waren einmal zwei Kinder aus einer armen Familie, die im Sommer im Wald Erdbeeren sammelten und sie im Dorf verkauften. Eines Tages ließen sie ihre Körbchen unter einem Strauch stehen – doch als sie zurückkamen, waren sie verschwunden. Der Junge blieb allein im Wald zurück. Als es Nacht wurde, schlief er ein. Mitten in der Nacht wachte er wieder auf. Im hellen Mondlicht sah er plötzlich etwas Weißes geheimnisvoll leuchten …  Einen weißen, leuchtenden Schwan. Da kam das Wesen näher, der Junge hatte Angst, und doch war er neugierig und fasziniert. „Komm näher, Schwan“, sagte der Junge. „Ich helfe dir, so hilfst du mir“, sagte der Schwan. „Mein Name ist Amelia.“ Er stimmte zu. So suchten sie nach den Körbchen. Da fand Amelia die Körbchen. Der Junge war überglücklich. „Hilfst du mir jetzt?“, sagte der Schwan. „Ja“, sagte er. „Was ist dein Problem?“ „Die Einhörner haben sich gegen die Zauberschwäne gewendet und den magischen Stab geklaut!“ Sie machten sich auf den Weg ins Zauberland, zum magischen Teich, der mit der Wiese verbunden ist. Der Junge sah den Stab im Teich untergehen und sagte Amelia Bescheid. „Nein! Schwäne können nicht so tief tauchen!“, rief sie. „Aber ich schon!“, sagte der Junge und sprang ins Wasser. Er tauchte lange und nach einigen Sekunden kam er hoch mit dem Stab. Er war klitschnass und fragte: „Wo sind die Einhörner und die Schwäne?“ „Die gibt es nicht, ich bin die Einzige. Dies war ein Test, ob einer bereit ist, für andere eine Aufgabe zu erfüllen. Somit hast du etwas verdient“, klärte der Schwan auf. Sie hob den Flügel, und ein Sack Gold kam zum Vorschein. Der Junge nahm ihn an und bedankte sich. Da hob sie noch einmal den Flügel, und der Junge befand sich plötzlich am helllichten Tag auf der Erdbeerwiese. Als er zu Hause eintraf, mit dem Gold und den Erdbeeren, waren alle froh und nicht mehr arm. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. 

In zweiter Lehrküche wird bald „gebruzzelt“

Gesamtschule Joanna Licht in Lehrküche GroßKochen ist ein Kinderspiel? Nicht ganz. Denn die richtige Zubereitung von Speisen stärkt die Gesundheit, macht fit für den Alltag und macht Appetit, damit es anschließend auch lecker schmeckt. So ist der Hauswirtschafts-Unterricht an der Gesamtschule Wermelskirchen genauso Berufsvorbereitung wie vor allem Vorbereitung auf den Lebensalltag. Mit dem Start des zweiten Halbjahrs im laufenden Schuljahr klappt das an der Gesamtschule noch besser: Dann geht die zweite Lehrküche in Betrieb.

Die liegt auf rund 95 Quadratmetern direkt neben der schon vorhandenen, etwas größeren Lehrküche und bringt der Gesamtschule große Vorteile, wie die stellvertretende Schulleiterin Joanna Licht sagt: „Genauso wie wir zwei Technikräume haben, haben wir jetzt zwei Lehrküchen. So kann Unterricht parallel stattfinden, was die Planung deutlich entspannt und erleichtert.“

In der neuen Lehrküche können pro Kochstation vier bis fünf Kinder unterrichtet werden. Die vier Stationen sind identisch und systematisch aufgebaut mit Arbeitsflächen, Ceranfeld, Backofen und Waschbecken. Zu jeder Station gehört auch ein Gastro-Rollwagen, mit dem die Schülerinnen und Schüler benötigtes Material holen können.

Genau durchdacht

Viel Technik und Leitungen sind an Decke und im Boden „versteckt“. Derzeit erfolgen Malerarbeiten, Schränke und Esstische nebst Stühlen werden in den nächsten Tagen noch aufgestellt. „Die Flächen der Küchenzeilen sind bewusst in Weiß gehalten, damit Verunreinigungen schnell gesehen und beseitigt werden können.“

Denn: Das Säubern des Küchenplatzes gehört natürlich ebenso zum Hauswirtschafts-Unterricht, wie der Einkauf der Lebensmittel oder auch die Frage, mit welchem Küchenmesser und auf welchem Schneidbrett wird Fleisch, Gemüse oder Obst „geschnibbelt“ oder wie wird welches Utensil richtig gespült.

Praxis- und lebensnaher Unterricht

„Das ist sehr praxis- und lebensnaher Unterricht – das zeichnet uns aus, das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Gesamtschule in Wermelskirchen“, sagt Joanna Licht, die selbst auch Hauswirtschafts-Unterricht gibt: „Dank der zweiten Lehrküche sind wir räumlich super ausgestattet. Dass wir Hauswirtschafts- und Technik-Unterricht in guter Ausstattung anbieten, ist ein wichtiger Pluspunkt für uns – das macht unseren Schultyp besonders.“

Und, so ergänzt Joanna Licht: „Das macht Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern natürlich auch Spaß, denn der praktische Hauswirtschafts-Unterricht - stets eine Doppelstunde - endet natürlich immer mit dem gemeinsamen Verzehr der zubereiteten Gerichte.“

Deutlich flexibler

In der neuen Lehrküche werden die „Anfängerinnen“ und „Anfänger“ aus den fünften, sechsten und bei Bedarf siebten Klassen unterrichtet. Die fortgeschrittenen Schülerinnen und Schüler nutzen die andere, etwas größere Lehrküche. Mit zwei Lehrküchen sind die Gesamtschule und die auslaufende Sekundarschule deutlich flexibler aufgestellt.

An der Gesamtschule Wermelskirchen ist in der Regel der Hauswirtschafts-Unterricht in den fünften bis siebten Klassen ein Pflichtfach – anschließend zur Vertiefung ein Wahlfach in Kombination mit Arbeitslehre und Wirtschaft.

Gut ausgeleuchtet

In der neu ausgestatteten Lehrküche sorgen große Fensterfronten für viel Tageslicht, das seitlich auf die Kochfelder fällt. Dazu ist eine moderne LED-Beleuchtung in die Decke integriert.

Info Im Herbst starteten die konkreten Planungen und Aufmaße gemeinsam mit der beauftragten Fachfirma. Vorbereitende Arbeiten und Installationen übernahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt. Noch in den Weihnachtsschulferien gelang die Anlieferung der Möbel und Geräte, sodass der laufende Unterrichtsbetrieb durch den Transport auf dem Schulgelände nicht gestört wurde.

Foto & Text: Stadt Wermelskirchen / Stephan Singer